Sackgasse statt Aufstiegschancen: Armutslöhne sind Armutszeugnis für Deutschland

Veröffentlicht am 06.09.2011 in Allgemein

In dieser Woche konnten wir ein neues Beispiel erleben, wie bewusst die Tatsachen über die reale Lage auf dem Arbeitsmarkt verdreht werden. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft hat für das arbeitgeberfinanzierte „Institut Neue Soziale Marktwirtschaft“ eine Studie zum Niedriglohnsektor erarbeitet. Ergebnis aus ihrer Sicht: Für viele Menschen bedeute die Beschäftigung im Niedriglohnsektor den Einstieg in besser bezahlte Beschäftigung.

In der Studie gibt es keine neuen Informationen, aber eine absurde Verdrehung der Fakten. Tatsache ist, und dies wird vom Gutachten auch nicht bestritten:
  • Der Niedriglohnsektor wächst, mittlerweile arbeiten rund 22 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor.
  • Drei Viertel der Beschäftigten verharren dauerhaft im Niedriglohnsektor und haben keine Chance, in besser bezahlte Tätigkeiten zu wechseln. Niedriglohn ist kein Einstieg in bessere Lebensverhältnisse, sondern bedeutet meist Verharren in Armut und Ausgrenzung.
  • Tatsache ist auch: Es handelt sich nicht um Geringqualifizierte, mehr als 80 Prozent der Beschäftigten haben einen qualifizierten Berufsabschluss.
  • Unabhängige Institute stellen fest, dass die Lohnspreizung nach unten ebenfalls deutlich zugenommen hat. Rund 1,2 Millionen Menschen verdienen weniger als 5 Euro brutto in der Stunde, knapp 2,2 Millionen weniger als 6 Euro und rund 5 Millionen weniger als 8 Euro brutto die Stunde. Dass dies durch die Steuerzahler mit vielen Milliarden Euro jährlich auf Grundsicherungsniveau aufgestockt werden muss, ist ein zusätzlicher Skandal.
Gute Arbeit sieht anders aus. Wirksame Maßnahmen gegen Lohndumping sind überfällig: Unser Land braucht endlich einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro. Die Stärkung von Flächentarifverträgen und der Tarifbindung ist ebenso notwendig wie die Einhaltung von Tariftreue. Notwendig ist außerdem die Durchsetzung des Prinzips „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ in der Leiharbeit. Dies ist auch im Interesse der vielen Unternehmen, die den Wettbewerb über Qualität der Produkte statt über Lohndumping betreiben. Gute Löhne sind nicht zuletzt auch die Voraussetzung für eine auskömmliche Rente im Alter. Gute Arbeit statt Armutslöhne gibt es nur mit der SPD.
 

Homepage SPD Rhein-Neckar

Herzlich willkommen!

Wir bieten Ihnen hier einen Überblick über die Arbeit der SPD St. Leon-Rot. Sie finden hier die Termine, die aktuellen Projekte und die Ansprechpartner in St. Leon-Rot. Nutzen Sie unsere Seiten zu Ihrer Information und zur Diskussion.

Unsere Landtagskandidatin

https://andrea.schroeder-ritzrau.de/

Bildvorschau

Unser Bundestagsabgeordneter

für uns im Bundestag

Ich habe sehr viele Mails zum Dritten Bevölkerungsschutzgesetz bekommen. Hier meine Antwort nochmal für alle transparent: Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke Ihnen recht herzlich für Ihr Schreiben, in dem Sie mir Ihre Bedenken zum 3. Bevölkerungsschutzgesetz mitgeteilt haben. Ich nehme Ihre Sorgen ernst, darum will ich Ihnen im Folgenden gern die Hintergründe und Ziele des Gesetzesvorhabens erläutern. Die derzeitige Lage ist in jeglicher Hinsicht außergewöhnlich: Zur Bekämpfung der

"Ich freue mich sehr, dass Sportstätten hier im Wahlkreis von den Bundesmitteln profitieren", so der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Rhein-Neckar Lars Castellucci. Mit dem Konjunkturpaket hatte der Bundestag den Investitionspakt Sportstätten auf den Weg gebracht und bundesweit 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon profitieren nun auch Heiligkreuzsteinach, Lobbach und Schönau. Im Auftrag des Bundes hat das Bauministerium Baden-Württemberg heute die Förderung verkündet. Gefördert werden im Bundestagswahlkreis Rhein-Neckar die Erneuerung

06.11.2020 10:56
Berliner Zeilen 14/20.
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,   es ist klar: Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen müssen wir etwas unternehmen, um die Kurve schnell wieder abzuflachen. 50 Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner sind die Schwelle, bis zu der eine Nachverfolgung der Infektionsketten gelingen kann. Das ist die entscheidende Frage: Wollen wir die Situation unter Kontrolle zu halten versuchen oder wollen wir es laufen lassen? Ich bin für den

Unser Landtagsabgeordneter