SPD Rhein-Neckar im Gespräch mit ver.di-Bezirksvorstand

Veröffentlicht am 18.09.2008 in Pressemitteilungen

Von links: Dr. Ralf Göck, Peter Erni, Dr. Lars Castellucci,Gabriele Oppenheimer, Kurt Seez, Renate Schmidt

Der Dialog mit den Gewerkschaften ist heute für die Sozialdemokratie ein ungemein wichtiger, möglicherweise wichtiger als jemals zuvor, da die unterschiedlichsten Kräfte auf die Arbeitswelt Einfluss nehmen wollen. Die Pflege dieses Dialogs hat im Arbeitsprogramm des SPD-Kreisvorstands Rhein-Neckar einen festen Platz. Nach Treffen mit der IG Metall und der großen Funktionärskonferenz in Wiesloch stand zum Ende der Sommerpause ein Gespräch mit dem ver.di-Bezirksverband in Heidelberg an. Die behandelten Themen waren vielfältig und reichten vonkonkreten Problemen unserer Region bis hin zu Fragen an die Zukunft.

Besonders die Thematik „Rente“ brannte den Anwesenden unter den Nägeln: Wieviel Lebensarbeitszeit wird man künftig aufbringen müssen, um keine Abzüge bei der Rente zu haben? Ist ein starres Renteneintrittsalter noch zeitgemäß? Diese und andere Fragen wurden gestellt und debattiert. Hier war nicht das Ziel, sofort die ultimative Lösung, zu enden alle Probleme, zu finden, sondern schlichtweg einmal, wie Kreisvorsitzender Dr. Lars Castellucci formulierte, „verschiedene Ideen und Konzepte zu hören“.

Auch die mitunter gängige Praxis, reguläre Arbeitsstellen abzubauen und unter dem Deckmäntelchen eines 1-Euro-Jobs erneut einzurichten, wurde thematisiert. Hier wurde von Gabriele Oppenheimer, stellvertretende Vorsitzende des Ver.di-Bezirksvorstands, allerdings angemerkt, dass es tatsächlich auch Positivbeispiele gebe, bei denen die 1-Euro-Jobs im Rahmen von internen Bewerbungen zu regulären Arbeitsstellen führen können.

Weitgehend einig waren sich die Anwesenden, dass die Hartz-IV-Regelsätze erhöht werden müssen, während über die Höhe jedoch Uneinigkeit herrschte. Auch wurde das die Arbeitssuchenden diffamierende „stammtischartige“ Gerede in einigen Medien scharf kritisiert. Bürgermeister Dr. Ralph Göck als Vertreter der Kreistagsfraktion wies daraufhin, dass Kinder aus sozial schwachen Familien nun an Schulspeisungen teilnehmen können, was allgemein begrüßt wurde.

Nach dieser doch mitunter sehr kontroversen und auch lebhaften Diskussion bedankte sich Ver.di-Geschäftsführer Peter Erni bei den anwesenden Sozialdemokraten und äußerte die Hoffnung, dass dieser Termin nicht das letzte gemeinsame Treffengewesen sein wird. Für die SPD sagte Lars Castellucci dies gerne zu.

Christian Soeder

 

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